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Du teures Herz!
Ein Opfer war Dein ganzes Leben,
Ein stetes Sorgen, Schaffen, Mühn,
Daß denen, die Dir Gott gegeben,
Nur sollte Glück und Freude blühn;
Doch für die sorgenvollen Stunden,
Für manchen Schmerz, der Dich betrübt,
Hast Du den reichsten Lohn gefunden:
Daß jedes Herz Dich innig liebt!
Wie hieltest treu Du Deinem Gatten
Das am Altar gegebne Wort,
Wie scheuchtest jeden dunkeln Schatten
Du gern aus seinem Leben fort!
Wie schlug mit warmer Muttertreue
Dein schönes Herz mit jedem Schlag.
Dir war die Stunde reich an Weihe,
Ein Tag der Liebe jeder Tag!
Drum mit dem Gruß der treusten Liebe
Grüß ich, Du teures Herz! Dich heut,
Und meines Herzens wärmste Triebe,
Sie bleiben ewig Dir geweiht!
Die Festtage des
Lebens, 1856
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