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Du, die mir Alles ist!
Der schönste Tag in meinem Erdenleben
Wird heut' von mir begrüßt,
Es ist der tag, der Dich der Welt gegeben,
Dich, die mir Alles ist!
O welche Hoffnung tritt an diesem Tage
Umkränzt vor meinen Blick!
Sie übertönet die geheime Klage,
Des Zweifels Mißgeschick.
Vom höchsten Glücke würde ich erfreuet,
Wär' es vergönnet mir,
So oft sich dieser schöne Tag erneuet,
Laut zu verkünden Dir:
Daß Du nur meines Auges Licht und Sonne
Mein Glück der Seele bist,
Und ohne Dich auf Erden keine Wonne
Für mich zu finden ist!
Vereint mit Dir das Leben zu durchwandern,
Macht glücklich mich allein;
Und ach, wer weiß, ob Du mit einem Andern
So könntest glücklich sein!
Zwar treten Hindernisse uns entgegen -
Wohl mach' ich's schmerzlich kund -
Es fehlt uns noch des biedern Vaters Segen
Zu unserm Liebesbund: -
Doch wenn wir nur den Mut nicht fliehen lassen,
Dann ist das Ziel nicht fern:
Die Liebe wird die Ihren nie verlassen,
Ihr strahlt des Glückes Stern!
O diese Hoffnung laß uns stets umfangen,
Wir werden dann vereint
Das heißersehnte, schöne Ziel erlangen,
Das uns noch fern erscheint.
Es mög' der Himmel uns das Glück gewähren,
Daß, wenn nach Jahreszeit
Uns dieser frohe Tag wird wiederkehren,
Wir Hymen sind geweiht.
Sammlung von
Gelegenheitsgedichten, 1852
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