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Drum segne ich die Stunde
Es blüht auf weiten Auen
Kein Blümlein nur so schön,
Als was die Augen schauen,
Wenn sie Dein Antlitz sehn.
Was bei den Blumen allen
So gern uns weilen läßt,
Das hält mit Wohlgefallen
Mein Herz an Deinem fest:
Das anspruchslose Leben
In stiller Einsamkeit,
Das sanfte, zarte Weben,
Der Harmonie geweiht.
Von süßem Reiz umfangen,
Von dem Dein Herz nicht weiß,
Blühst Du im reichen Prangen,
Für mich als höchster Preis.
Drum segne ich die Stunde
Mit heiterm Angesicht.
Es strahle unserm Bunde
Noch oft ihr Freudenlicht!
Die Festtage des
Lebens, 1856
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