| |
Bei Überreichung einer Tasse
Könnt' ich Alles Dir in dieser Schale reichen,
Was die Liebe gar so gern der Liebe reicht!
Möchte sie der Schale jenes Omar's gleichen,
Die sich an Erquickung unerschöpflich zeigt!
Labetrank dem Herzen, Labetrank dem Geiste.
Himmelsmanna, wie's die ganze Welt nicht gibt,
Würde Dir dann werden; doch das Beste, Meiste,
Würd'st Du denen geben, die Dein Herze liebt.
Sei Dir denn die Schale nur Symbol vom Wollen:
Glücklich, wer so könnte, wie das Herz es will!
Selig im Erquicken, tränkst Du aus dem vollen
Becher jenes göttlichen Genusses viel!
Die Festtage des
Lebens, 1856
|
|