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Alte Lieb' und Treue
An dem, was mit den Händen
Zu greifen man vermag,
Hab wenig ich zu spenden
An diesem Freudentag.
Und das, was ich Dir bringe,
Ist noch dazu nicht neu,
Nicht wert, daß ich's besinge!
Die alte Lieb' und Treu.
Doch hab' seit langen Jahren
Ich wohl, daß Dir sie wert,
In Freud' und Schmerz erfahren;
Drum hab' ich sie bescheert.
Den Augen nicht und Händen
Gilt alte Lieb' und Treu.
Dem Herzen, dem zu spenden
Sie gilt, bleibt stets sie neu.
Die Festtage des
Lebens, 1856
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