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Gruß an die Mutter
(vom Sohne mit dem Vater mit einer Brosche.)
Ich seh' so gern auf grünen Fluren
Ein Blatt, was dreifach sich verschlingt.
Das selbst auf ungewohnten Spuren
In sich verwachsen vorwärts dringt.
So oft ich's seh - freut mich auf's Neue
Das Kleeblatt - als ein Bild der Treue.
Es grünt und blüht - denn Dreie teilen
Des Sommertaues würz'gen Kuß,
Keins kann entfernt vom andern weilen,
Sie kennen nur vereint Genuß.
Nur Schicksalschlag kann's trennen, rauben:
So innig ist des Blättchens Glauben.
Ein gleicher Geist hält uns umfangen
O Mutter! in Ergebenheit!
Uns Drei beseelt nur ein Verlangen
Bei unsrer Herzen Traulichkeit.
Was kann bei solchem Sinn noch fehlen?
So blüht das Kleeblatt treuer Seelen.
Dir, Mutter, sei dies Lied gesungen:
Denn Dir gebührt der Treue Preis!
Du hast viel Segen uns errungen,
Wie unser Beider Herz wohl weiß.
Durch Dich sind wir so fest verbunden,
Hast mir den Lebenskranz gewunden!
Empfange unser Angebinde
Zu dieses Tages Feierglanz
Von Deinem Mann, von Deinem Kinde;
Dir weihn sie es im Festeskranz.
Und gibts auch tausend andre Sachen,
Sie mögen Andern Freude machen.
O nimm, was wir vereint Dir schenken
Und heft' es an die treue Brust!
Drei Steine sagen, was wir denken,
Ihr Rot gleicht froher Lebenslust,
Ja, trag die Nadel uns zu Ehren,
So lange Deine Tage währen!
Die Festtage des
Lebens, 1856
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