Gedichte zu Geburtstagen


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Gelegenheitsgedichte, Vorträge und Gedichte zu Geburtstagen von Freunden


An eine lebenserfahrene Freundin

Nimm hin was Dir das Herz voll Liebe weiht
Zu Deines Lebens ird'schem Wiegenfeste!
Doch sei die Liebe, die ihm Wert verleiht,
Auch heute Dir der kleinen Gaben beste.

Die Liebe sei's! - Sie spendet ihre Blicke
Empor zum Lande, da der Friede thront,
Empor zu Ihm, dem Lenker der Geschicke,
Der dort umjauchzt von seinen Engeln wohnt.

Sie tritt vor Ihn; still betend sinkt sie nieder;
Es leuchtet ihr ein himmlisch Strahlenlicht,
Von ihm verklärt kehrt sie zur Erde wieder,
Wo nun ihr Mund das Wort des Glaubens spricht:

"Es gibt ein Land, da schweigen Schmerz und Klagen!
Es gibt ein Sein, wo uns kein Weh berührt!
Dahin wird unser Lebensschiff getragen;
Das ist das Land, zu dem die Trennung führt.

Und an dem Tage, den die Zeit erkoren,
Daß, was wir sind, dies Erdental verläßt, -
Da wird der Mensch zur Ewigkeit geboren; -
Das ist des Lebens himmlisch Wiegenfest."

Die Festtage des Lebens, 1856


Einer Freundin

(bei Überreichung von Blumen durch ein Kind)

Der Freude reinster Strahl verklärt heut
Das Auge Deiner Lieben, dankerfüllt
Schau'n sie empor zum Vater, welcher einst
An diesem Tage Dich in's Leben rief.
Nicht sie allein - nein, Deine Freunde auch
Ob nah, ob fern, begrüßen diesen Tag
Mit Freude und mit Wünschen für Dein Glück.
Ja, glücklich sollst Du sein, wie nur hienieden
Ein edles Herz zu werden es vermag!
Nie trübe Schmerz und Sorge Deinen Blick,
Er strahle hell in Freude und Gesundheit.

Du, deren Herz so warm, so innig sich
An Blumen und an Blüten stets erfreute -
Zürnst Du, wenn eine zarte Kindeshand
Ein Sträuschen Dir an diesem Tage bietet?
Selbst eine Blüte noch, rein und unschuldig,
Reicht sie mit einem Blick der Liebe Dir
Die kleine Gabe - nimm sie gütig hin;
Und wenn die zarten Kinder der Natur
Ach, nur zu bald verwelken - denke dann,
Daß unsre Liebe nicht mit ihnen welkte!

Die Festtage des Lebens, 1856


Einer kranken Freundin

(mit einer Rose)

Verödet stehn die Fluren und die Haine,
Noch deckt ein weißes Sterbekleid das Feld,
Und tausend Stimmen rufen laut: "Erscheine,
"Du holder Lenz, zur Freude für die Welt;
"So sehnsuchtsvoll regt jedes Herz, so bange,
"Sich unter dieses starren Winters Druck.
"Du Freundlicher, wo weilest Du so lange
"Mit Deiner Blüten farbenreichem Schmuck?
"Und Deine milden Lüfte, deine Sänger
"Mit ihrer Lieder süßem Zauberklang -
"Wo weilen sie? - O Lenz, nicht zögre länger,
"Denn alle Herzen schlagen schwer und bang!" -

So tönts von allen Lippen ihm entgegen,
So spricht auch bang und klagend wohl Dein Mund. -
Getrost! Bald nahet er mit seinem Segen
Und schmücket reich das weite Erdenrund!
Aus Eis und Schnee siehst unter seinem Hauche
Du Blumen dann und Blüten rings erblühn,
Und strahlend wird dann auch in Deinem Auge
Die Lebenskraft in neuen Flammen glühn.
Er wecke Dich zu einem schönern Lose,
Daß Du Dich freust des Lebens heitern Blicks! -
Als ersten Gruß von ihm nimm diese Rose,
Sie sei ein Pfand Dir eines neuen Glücks! -

Die Festtage des Lebens, 1856


Einer Freundin

(bei Überreichung eines Blumenstöckchens)

So wie mitten in des Winters Nacht
Diese Blümlein lieblich sich entfalten,
Wie in bunten, freundlichen Gestalten
Sie verkünden schon des Lenzes Pracht:

So erblühn um uns her tausend Freuden,
Wirst Du älter auch und immer älter,
Wird das Herz auch kälter Dir und kälter,
Wenn wir sie durch Liebe uns bereiten.

Und so mögen diese Blumen es Dir deuten,
Wie der Freundschaft und der Liebe Kraft
Auch besiegt die Allgewalt der Zeiten,
Selbst im Lebenswinter Blumen schafft.

Die Festtage des Lebens, 1856


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