Gedichte zum Geburtstag


Geburtstagsgedicht gedichte geburtstag gedichte zum geburtstag geburtstag gedichte geburtstags gedichte Geburtstagsreime Geburtstagsverse


Verschiedene Geburtstagsgedichte bekannter und bekannterer Autoren


Vaters Geburtstag

Schnell, schnell, Besen,
Feg die Stube rein;
Wenn Väterchen zum Kaffee kommt,
Muss alles sauber sein.

Wisch, wisch, Lappen,
Über Stuhl und Schrank;
Wenn Väterchen zum Kaffee kommt,
Sind sie blitzeblank.

Blüh, blüh, Blume,
Blüh recht frisch;
Wenn Väterchen zum Kaffee kommt,
Stehst du auf dem Tisch.

Herz - Herz - Muttchen,
Schnell das neue Kleid;
Bis Väterchen zum Kaffee kommt,
Ist nur noch wenig Zeit.

Tick, tick, Uhrchen,
Renn doch nicht so fix;
Wenn Väterchen zum Kaffee kommt,
Mach ich meinen Knicks.

Fertig, alles fertig,
Der Kuchen auch ist da;
Der Kaffee kommt, der Vater kommt,
Mein Verschen kann ich ja:
"Heut ist dein Geburtstag!"

Paula Dehmel


Der lieben Frau

Denn wozu soll die Reimerei
Auf Seid' und Atlasbande?
Dass man einmal geboren sei,
Versteht sich schon am Rande.

Das ist ja kund und offenbar,
Liegt jedermann vor Augen,
Davon zu singen kann fürwahr
Auf Gottes Welt nichts taugen!

Was sie verdient, das wird ihr wohl
Gott dennoch schenken können,
Und jeden Gottessegen soll
Ihr unser Herz auch gönnen.

Drum, Frau Gemahlin, sing' ich ihr
Heut' kein Geburtstagscarmen,
Das traute Weibchen wollen wir
Hübsch kurz und gut umarmen.

Gottfried August Bürger


Einem lieben Mädchen

(An Lottchen Krehl)

Ich hätte wohl, Dein Haar zu zieren,
Ein Kränzchen, auch ein klein Gedicht;
Wie aber? ich will gratulieren
Und weiß den Tag des Festes nicht!

Wenn ich es gleichwohl nun probierte,
Ich meint' es drum nicht minder treu:
Ist's nicht der erste, dritte, vierte,
So feir' ich Dir den ganzen Mai.

Doch ach, was ist vom Mai zu singen?
Hier ist's noch winterlich bestellt;
Komm Lottchen, uns den Mai zu bringen,
Dann blühen Garten, Haus und Feld!

Eduard Mörike


An ihrem Wiegenfeste

Komm, schöner Tag! Mit hohen, heil'gen Worten
begrüß ich jetzt dein süßes Rosenlicht.
Erhebe aus des Morgens goldnen Pforten
mit stiller Lust dein glühend Angesicht!
Dir rauscht mein Lied in heiligen Akkorden,
und nennt's, was tief in meiner Seele spricht:
Umstrahle dich ein volles üpp'ges Leben!
Du hast die Süße, Holde mir gegeben,

die mit der Liebe sanften Harmonien,
mit zarter Luft mein kühnes Herz gefüllt,
der alle meine schönsten Wünsche blühen,
die in der Seele jeden Sturm gestillt! -
Ach, alle Strahlen, die die Brust durchziehen,
vereinen sich zu einem süßen Bild;
mit leisem Hauch, wie Aeolsharfentöne,
formt es sich glühend zur lebend'gen Schöne.

Und jetzt zu ihres Werdens Feierstunde,
jetzt glüht in mir des höchsten Lebens Strahl!
Wohl flüstert mir's mit leisem Geistermunde:
Sieh, das ist deiner Träume Ideal! -
Da wogt die Brust, berauscht im heil'gen Bunde,
die Liebe läßt dem Herzen keine Wahl,
in seine tiefsten Tiefen muß sie dringen,
und reißt es fort auf stolzen Adlerschwingen.

In meiner Seele Nacht beginnt's zu tagen,
den Gott fühl ich, der in der Brust sich regt.
Es tobt in mir, ich muß das Ziel erjagen,
das glühend mich in ihre Arme trägt.
Das Höchste kann ich kühn und mutig wagen;
ich fühl's, daß mir ihr Herz entgegen schlägt!
Nur wo zwei Herzen liebend sich verbündet,
da wird der Himmel auf der Welt begründet.

Theodor Körner


Geburtstagsgedicht gedichte geburtstag gedichte zum geburtstag geburtstag gedichte geburtstags gedichte Geburtstagsreime Geburtstagsverse