Gedicht zum Geburtstag der Großeltern


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Gelegenheitsgedichte und Vorträge als Gedicht zum Geburtstag der Großeltern


An die Großmutter

Von der Freude Hochgefühl durchdrungen,
Von der Liebe Allgewalt bewegt,
Hab' ich Dir ein kleines Lied gesungen,
Dir, für die mein Herz so freudig schlägt.

Nimm die Wünsche, die ich für Dich habe,
Als der Liebe teures Unterpfand;
Sind sie ja die schönste Festesgabe
Die für Dich mein Herz nur immer fand.

Mag der edle Baum noch lange grünen,
Der das Sinnbild Deines Lebens ist,
Mag er fröhlich Dir zum Schirmdach dienen,
Unter dem Du gutes Mutes bist.

Weithin mag sich sein Geäst' verbreiten,
Daß auch wir, im fröhlichen Verein,
Leicht des Tages arge Hitze meiden,
Wenn wir seines Schutzes uns erfreun.

Lange noch im Garten unsres Lebens
Trage er der Liebe süße Frucht,
Die so oft - und dennoch nie vergebens -
Kind und Enkel an ihm aufgesucht.

Fröhlich haben wir ihn heut umwunden
Mit den Kränzen, die die Dankbarkeit
Für der Liebe süße Freudenstunden
Ihm so gern an solchem Tage weiht.

Und wir hoffen, daß der Wunsch der Liebe
Sich zur frohen Wirklichkeit verklärt:
Daß der Baum durch recht viel muntre Triebe
Uns noch lange Glück und Lust gewährt!

Sammlung von Gelegenheitsgedichten, 1852


Zum 80. Geburtstag

Wem Gott ein hohes Alter schenkt
Voll Manneskraft und Mut,
Mit einem Blicke ungesenkt,
Dem ist er wahrlich gut.
Ihn ehr't das Weib, ihn ehr't der Mann
Den rüst'gen Ehrengreis;
Die Jugend sieht ihn staunend an
Und jauchzt ihm Ruhm und Preis.

Er sah der Menschen kommen viel,
Und sah sie wieder geh'n;
Nur er blieb, fern vom Grabesziel,
Noch ungerufen steh'n.
Um seine Stirne glänzt der Kranz
Der Weisheit dieser Welt,
Wie Abendrot vom Sonnenglanz
Den letzten Strahl erhält.

Dir, Vielverehrtem, bring' ich dar
Dies treue Jubellied,
Der heute volle Achtzig Jahr
In seinem Leben sieht.
Was wechselhaft mit Dir geschah,
War's Freude oder Schmerz;
Noch immer stehst Du rüstig da,
Und warm noch pocht Dein Herz.

O mögen noch der Jahre viel
Dir sanft vorüber flieh'n;
Noch ferne bleibe Dir das Ziel,
Wo die Zypressen blüh'n.

Wer kann auch inniger, als ich,
Dies Glück für Dich erfleh'n;
Wer schmerzlicher sich ohne Dich
Einst hier auf Erden seh'n!

O möchte lange, lange noch
Dein Geist auf Erden sein.
Und kräftige Gesundheit doch
Dich immerdar erfreu'n!

Nicht Worte nur, nicht ein Gedicht
Von Fantasie erzeugt; -
Der Wunsch, den meine Seele spricht,
Sei hier Dir überreicht.
Und was die Seele heiß und treu
Erfleht von Gott, dem Herrn,
Das führt erfüllend er herbei,
Denn er beglücket gern.

Sammlung von Gelegenheitsgedichten, 1852


Bei Überreichung einer Tabakspfeife

Vor so vielen Jahren zündet'st Du
Dein Lebenspfeifchen an; -
Drum rauche nur auch länger zu,
So lang' es brennen kann.

Was nützt es, wenn der Tod einst kommt? -
Der Herr ist kühn und keck -
Er schlägt Dir, wenn's Dir auch nicht frommt,
Vom Mund die Pfeife weg.

Sammlung von Gelegenheitsgedichten, 1852


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