Gedicht zu Geburtstagen


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Gelegenheitsgedichte und Vorträge als Gedicht zu Geburtstagen von Freunden


Einer Freundin zum Geburtstag

Der schöne Tag, der Dich dereinst geboren,
In welchem an des Daseins gold'nen Toren
Dein Genius in's Leben Dich geküßt -
Der schöne Tag sei freundlich mir gegrüßt.
"Beginne," sprach der Engel, "Deinen Lauf,
"Und wo Du geh'st, sei Liebe Dein Begleiter,
"Der Himmel strahle freundlich Dir und heiter,
"Und wo Du weilest, sprieße Freude auf."
So sprach der Engel, und in Deinem Herzen
Erblühte Mitgefühl bei fremden Schmerzen
Und Mitgefühl bei deiner Brüder Glück.
Er lehrte Dich mit holder Anmut scherzen,
Und wenn des Lebens Himmel Wolken schwärzen,
Dann scheucht Dein heitrer Sinn den Gram zurück.
O Heil sei Dir! Beglückend und beglückt
Hast Achtung Du und Freundschaft Dir errungen,
Und mit der Liebe schönen Huldigungen,
Den Weg durch's Leben herrlich Dir geschmückt.

Sieh', wie die Deinen jubelnd Dich umringen,
Sie Alle, Alle lieben innig Dich,
Den frohen Gruß der Liebe Dir zu bringen
Tönt jeder Mund - und schweigen sollte ich?
O zürne nicht dem kühngesproch'nen Wort,
Es riß sich los aus tiefbewegtem Herzen,
Du banntest ja so oft, so oft die Schmerzen
Durch Spiel und Scherz aus meiner Seele fort.
Getrübt schwand mir die schöne Zeit der Jugend,
Und Täuschung nur gab mir ein kurzes Glück,
Da sah ich Dich, und glaubte Frauentugend
Und Hoffnung kam in meine Brust zurück.
O laß mich dankend Deine Hand erfassen,
Ein treues Herz weiht seine Wünsche Dir.
Bleibt Deine Achtung, Deine Freundschaft mir,
Dann fühl' ich mich hienieden nicht verlassen.

Die Festtage des Lebens, 1856


An Deinem Wiegenfest

(mit einem Kranze von Rosen und Vergißmeinnicht)

Ein Zaub'rer möcht' ich sein,
Wie Doctor Faust gewesen,
Ich wollt' Tag aus, Tag ein
In Deinem Schicksal lesen,
Und läs' ich trübe Stunden
In Deinem Schicksalsbuch,
Macht' ich sie gleich verschwunden
Durch meinen Zauberspruch.
Doch weil ich das nicht kann,
Wag' ich, der Freundschaft Zeichen
An Deinem Wiegenfest
Dir heut' zu überreichen.
Mit Rosen, wie sie beut
Dein Freund, der's herzlich meint,
Sei stets Dein Weg bestreut,
So lang der Tag Dir scheint.
Auch wolle diesem Kranz
Ein freundlich Lächeln schenken
Und, wenn Du ihn empfängst,
Des Gebers gern gedenken.

Die Festtage des Lebens, 1856


An Freund oder Freundin

(Um dies Gedicht wird ein Kranz mit Rosen, der von Ähren durchschossen wird, gemalt)

Ein neuer Grundstein Deiner Pilgerjahre,
Von Deiner Wiege bis zur Totenbahre,
Steht wieder nun vor Deinem Blick.
Du sah'st die Zeit im raschen Flug' entschweben,
Ein heit'rer Traum war Dir bisher das Leben,
Gestöret nicht von düsterm Missgeschick.
Für Mühen wurde Dir des Segens Wonne,
Und in dem Herzen strahlte Dir die Sonne
Des frohen Mutes, der Zufriedenheit.
Das höchste Glück, das Band der zarten Triebe
Umschlingt Dich traut in Deiner Gattin Liebe,
Im Zauberkreise stiller Häuslichkeit.

So bleibe unverändert Dir das Leben,
Wie dies Gedicht, von Rosen hold umgeben,
Durchwebt von Ähren, reich an Füll' und Zahl
Des Körpers Wohlsein fliehe von Dir nimmer,
Und Gott erheit're Deine Seele immer,
Bis sie entschwebet einst dem Erdental.
Er schenke Dir der Jahre viele, viele!
Eh' Du, als Wanderer am Scheideziele,
Erblicken wirst das letzte Abendrot
Erst wenn Du sprichst: Jetzt hab' ich ganz erfüllet
Des Lebens Pflicht, und jeden Wunsch gestillet!
Erst dann umarme Dich der Engel Tod.

Poetischer Bibliothekar, 1845


Beim frohen Mahle

Auf der großen Lebenstreppe,
Die allegro man besteigt
Und andante abwärts schleicht,
Hast Du einundfünfzig Stufen
Heute glücklich neu erreicht.
Stehest an dem neuen Ziele,
Wohl ergriffen vom Gefühle,
Das die Wehmut, das die Lust
Senket in des Menschen Brust.

Weiter geht es auf der Reise
Stufen nun mit Dir hinab.
Aber rüstig ist der Stab,
Den zur Wanderschaft hienieden
Die Natur Dir freundlich gab.
Geht es denn auch endlich leise,
Wirst Du auf der Lebensreise
Doch noch lange Wand'rer sein
Und der Freundschaft Dich erfreu'n.

So vereint die Freundschaft heute
Sich zu einem frohen Mahl,
Reicht Dir jubelnd den Pokal,
Freu't sich Deines Wohlergehens;
Deine Freunde, reich an Zahl,
Wirst Du heute hier erblicken,
Wie sie Dir die Hände drücken.
Wie sie fast Unsterblichkeit
Wünschen Dir zur Lebenszeit.

Poetischer Bibliothekar, 1845


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