Geburtstagsgedicht


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Verschiedene Geburtstagsgedichte bekannter und bekannterer Autoren


Der besten Mutter

Zum 75. Geburtstag

Wir wissen's, deine stille Seele,
Sie teilt sich zwischen dort und hier;
Wir alle fühlen, was ihr fehle.
Was du verlorst, verloren wir.

Die Treuern, die dahingeschieden,
Sie winken dir zum schönern Land;
Doch viele blieben dir hienieden
Und halten liebend deine Hand.

Dir lächeln viele heut entgegen,
Die kaum erst deinen Wert verstehn:
O lass auch sie in deinem Segen
Noch manches Jahr durchs Leben gehn!

Mag auch dein Herz hinüberstreben,
O gönn uns dich noch lange Zeit!
Denn flüchtig ist das längste Leben
Und endlos ist die Ewigkeit.

Und in der irdischen Beschwerde
Ist Eines doch, was göttlich flammt,
Was an den Himmel knüpft die Erde:
Die Liebe, die vom Himmel stammt.

Ludwig Uhland


An meine Mutter

Und ob der Mai auch stürmen will
Mit Regenguss und Hagelschlag,
Wie ein verspäteter April:
Er hat doch einen schönen Tag.

Hat einen Tag, der schlimme Mai,
Viel lieber als das ganze Jahr,
Und wo es schien mir einerlei,
Ob trüb der Himmel oder klar.

Und ist er trübe auch, ich fand
Mein Sträußlein doch in Wald und Ried
Und kann doch küssen deine Hand
Und sagen dir ein schlichtes Lied.

Annette von Droste-Hülshoff


An Auguste

Drei holde Schwestern aus des Himmels Kreise,
sie schwören dir den heil'gen Göttereid.
Sie führen dich auf deiner Lebensreise
durch alle Stürme der Bedrängten Zeit;
daß sich dein schönes Auge nicht betrübe:
Dich schirmt die Kunst, die Anmut und die Liebe!

Die Kunst.
Ich schlinge mich mit zarten Liebesarmen,
in stiller Lust um dein begeistert Herz,
an meine Mutterbrust darfst du erwarmen,
mit heil'ger Kraft reiß ich dich himmelwärts.
Und freundlich, wie des Klanges Harmonien,
soll dich der Erde schönstes Glück umblühen.

Die Anmut.
Ich wohne nur bei einer reinen Seele,
nur in der Brust, wo stille Zartheit quillt;
und wo ich mich mit hohem Geist vermähle,
da ist des Lebens Rätselspruch erfüllt.
Die Schönheit strahlt nur aus dem innern Leben,
drum will ich ewig schirmend dich umschweben.

Die Liebe.
Die Hand der Götter wirft die Erdenlose
und ohne Wahl verteilt sie Schmerz und Lust.
Das höchste Glück blüht nur in meinem Schoße,
das höchste Glück blüht nur in meiner Brust.
Da soll es in der Jugend süßem Prangen,
da soll es rein und göttlich dich empfangen

So nah'n sie freundlich dir, die heil'gen Gäste;
und froh im Sonnenlichte ihrer Gunst
begrüßen sie dich einst beim spät'sten Wiegenfeste
im heil'gen Bunde, Anmut, Liebe und Kunst.
Und was aus ihrem Munde dir erklungen,
ein treues Herz hat dir das Lied gesungen.

Theodor Körner


Meiner Mutter

So gern hätt' ich ein schönes Lied gemacht
Von deiner Liebe, deiner treuen Weise,
Die Gabe, die für andre immer wacht,
Hätt' ich so gern geweckt zu deinem Preise.

Doch wie ich auch gesonnen mehr und mehr,
Und wie ich auch die Reime mochte stellen,
Des Herzens Fluten wallten drüber her,
Zerstörten nur des Liedes zarte Wellen.

So nimm die einfach schlichte Gabe hin,
Von einfach ungeschmücktem Wort getragen,
Und meine ganze Seele nimm darin;
Wo man am meisten fühlt, weiß man nicht viel zu sagen.

Annette von Droste-Hülshoff


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