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Geburtstagsglückwünsche, gerichtet an Verwandte, Freunde und
Bekannte:
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An die Ehefrau
Der Tag, der mein Weibchen geboren,
Der Tag ist mir werter, als Gold.
Sie war mir zur Gattin erkohren
Lang' eh' ich nach Haus sie geholt.
Hab' Dank für die Liebe und Treue,
Für innige, heilige Pflicht;
Und nimm das, was ich Dir hier weihe;
Verschmähe die Gabe mir nicht!
Es kommt aus dem Herzen des Gatten,
Es ist zugleich wenig und viel. -
Der Wunsch geht mir nicht recht von Statten,
Doch, Weibchen, Du kennst mein Gefühl!
Die Festtage des
Lebens, 1856
An die Ehefrau
(im Mai)
Darf ich, o Weibchen! einen Wunsch Dir sagen,
So sei es der: daß, gleich dem zehnten Mai,
Ein jeglicher von Deinen Lebenstagen,
Ein Tag des Glückes und der Wonne sei!
Die Sorgen wollen wir vereinigt tragen;
Und wie die Herzen immer gut und treu,
Soll nimmer auch bei künftigen Kalendern,
Sich uns're Liebe gegenseitig ändern.
Die Festtage des
Lebens, 1856
Mit einer Kette
Eine Kette wag' ich Dir
Zum Geburtstag heut' zu bringen;
Möchte sie, das wünsch' ich mir,
Uns verketten und verschlingen.
Wenn Du um den weißen Hals
Schlingst die zierlich feinen Ringe,
Wünsch' ich, daß ich ebenfalls
So an Deinem Halse hinge.
Nimm die Kette! Nimm und tu',
Was ich im Vertrau'n Dir sage:
Meine Kette trage Du,
Wie ich Deine Ketten trage.
Die Festtage des
Lebens, 1856
Zum Geschenk einer Wachskerze
Wachstum Deines Glückes soll
Dir das Wachs bedeuten,
Und Dein Licht laß hell und voll
Leuchten vor den Leuten.
Kerz' und Herz sind guter Reim,
Freunden holdes Zeichen;
Doch den Feinden leuchte heim,
Daß sie rasch entweichen.
Die Festtage des
Lebens, 1856
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