Geburtstagsverse zum Geburtstag der Mutter


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Gelegenheitsgedichte, Vorträge und Geburtstagsverse zum Geburtstag der Mutter


Von einem Kinde

Kein Blümchen, keine Blüte schmückt
Den Tempel der Natur,
Im starren Winterkleid erblickt
Man ringsum Feld und Flur.

Dies Blümchen nur, das meine Hand
Gepflegt für Dich so treu,
Nimm's an von mir, daß es ein Pfand
Von meiner Liebe sei!

Wirst Du gesund und froh stets sein
Im neuen Lebensjahr,
Wie wird Dein Kind sich dann erfreun
Und jubeln immerdar!

Die Festtage des Lebens, 1856


An Vater oder Mutter

(von 2 oder 3 Kindern vorgetragen bei Überreichung eines Rosenstockes und gefüllten Veilchenstockes!)

Wenn wir mit den blühenden Spenden
Am Tage der Freude Dir nah'n -
So nimm aus den kindlichen Händen
Als Zeichen der Liebe sie an.

Es leuchtet in's irdische Leben
Der Rose sanft strahlendes Rot!
So mag Dich die Freude umschweben,
Wenn finstere Wolke Dir droht.

Das Veilchen, ein Sinnbild der Treue,
Im Kelche so reichlich gefüllt:
Es bleibt in der Blüte auf's Neue
Des Hauses herzinniges Bild.

Mit Freude und Treue verbunden
Will Hoffnung das Leben durchzieh'n,
Drum ist in die Blüten gewunden
Der Blätter nie welkendes Grün.

Wenn Treue mit Hoffnung noch Freude
Als Würze des Lebens Dir bringt,
Dann bleibet es lange wie heute,
Wo festliche Wonne Dir winkt.

Die Festtage des Lebens, 1856


Ein Sohn an die Mutter

"Eine treue Hausmutter - die Krone des Hauses"
(frei bearbeitet nach "Sprüche Salomonis, Kap. 31. Vers 10-31.")


Wohl ist der freudig, der Perlen begehrt,
Und dann mit Ihnen sich schmückt -
Doch wem eine liebende Gattin bescheert,
Der ist wohl noch reicher beglückt!

Von treulicher Sorgfalt ist sie erfüllt,
Ihr Gatte verläßt sich auf sie;
Schnell sind seine Wünsche von ihr gestillt
Und in Liebe kostet's nicht Müh.

So lange der Herr sein Leben erhält
Und sein Herz an dem ihrigen schlägt,
Da suchet und denkt sie in aller Welt
was ihn nur zur Freude bewegt.

Sie ist wie ein reichbeladener Kiel
Der die Wogen des Meeres durchfliegt. -
Das "Wenig" macht sie zu einem "Viel"
Durch den Segen, der in ihr liegt.

Sie greifet nach Spindel und Rocken geschwind,
Und spinnet ihr Fädchen so fein,
Und häuft für den Mann und Sohn das Gebind
In den alten nußbaumernen Schrein.

Im Schmucke der Reinlichkeit glänzt ihr Gewand,
Die Ordnung ist ihre Zier,
Sie schafft und wirkt mit der eigenen Hand,
Denn die Tätigkeit ist ihr Panier.

Die Furcht des Herrn beseelt ihr Herz
Gottseligkeit ist ihr Gewinn;
Sie schaut daher auch auf fremden Schmerz
Mit liebender Teilnahme hin.

Was sie an der eigenen Brust sich erzog,
Das Kind - es bleibt ihr so treu!
Drum bringen der Mutter ein jubelndes: "Hoch"
Jetzt Vater und Sohn auf's Neu'.

Die Festtage des Lebens, 1856


Gruß an die Mutter

(vom Sohne mit dem Vater mit einer Brosche.)

Ich seh' so gern auf grünen Fluren
Ein Blatt, was dreifach sich verschlingt.
Das selbst auf ungewohnten Spuren
In sich verwachsen vorwärts dringt.
So oft ich's seh - freut mich auf's Neue
Das Kleeblatt - als ein Bild der Treue.

Es grünt und blüht - denn Dreie teilen
Des Sommertaues würz'gen Kuß,
Keins kann entfernt vom andern weilen,
Sie kennen nur vereint Genuß.
Nur Schicksalschlag kann's trennen, rauben:
So innig ist des Blättchens Glauben.

Ein gleicher Geist hält uns umfangen
O Mutter! in Ergebenheit!
Uns Drei beseelt nur ein Verlangen
Bei unsrer Herzen Traulichkeit.
Was kann bei solchem Sinn noch fehlen?
So blüht das Kleeblatt treuer Seelen.

Dir, Mutter, sei dies Lied gesungen:
Denn Dir gebührt der Treue Preis!
Du hast viel Segen uns errungen,
Wie unser Beider Herz wohl weiß.
Durch Dich sind wir so fest verbunden,
Hast mir den Lebenskranz gewunden!

Empfange unser Angebinde
Zu dieses Tages Feierglanz
Von Deinem Mann, von Deinem Kinde;
Dir weihn sie es im Festeskranz.
Und gibts auch tausend andre Sachen,
Sie mögen Andern Freude machen.

O nimm, was wir vereint Dir schenken
Und heft' es an die treue Brust!
Drei Steine sagen, was wir denken,
Ihr Rot gleicht froher Lebenslust,
Ja, trag die Nadel uns zu Ehren,
So lange Deine Tage währen!

Die Festtage des Lebens, 1856


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