Geburtstagsgedicht an den Vater


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Gelegenheitsgedichte und Vorträge als Geburtstagsgedicht zum Geburtstag des Vaters


Gesundheit, langes Leben

Erfüllt von hoher Wonne
Begrüßen wir Dich heut',
Wo einst das Licht der Sonne
Dein Aug' zuerst erfreut.

Beglückt durch Deine Liebe,
Umschließt Dich unser Kreis,
Beut Dir aus freiem Triebe
Der reinsten Liebe Preis.

Dein Wirken und Dein Streben
Für unser Aller Wohl,
Verschönert unser Leben,
Gibt Freud' uns liebevoll.

D'rum sei Dir heut' auf's Neue
Der wärmste Dank gebracht
Für Deine Lieb' und Treue,
Die sorgend für uns wacht.

So, wie des Herbstes Segen
Den Lohn des Fleißes beut,
So, blüh' auf Deinen Wegen
Glück und Zufriedenheit.

Gesundheit, langes Leben
Und jedes Erdengut,
Das wolle Gott Dir geben
Bei immer heiterm Mut.

Sammlung von Gelegenheitsgedichten, 1852


Beglückend steigt hernieder

Beglückend steigt hernieder
Zu uns die Freude heut',
Und tausend frohe Lieder
Erschallen weit und breit.

Es ist das Fest der Feste,
Das wir so fröhlich fei'rn,
Und jeder bringt das Beste
In Liebe heut' dem Teu'rn.

So möge auch erschallen
Bescheidentlich mein Spruch:
Der Vater möge wallen
Hier viele Jahre noch.

Es möge ihm erblühen
Ein paradiesisch Glück,
Und alle Sorgen fliehen
Vor seinem frohen Blick.

Sammlung von Gelegenheitsgedichten, 1852


Von einem Kinde an den Vater

Des Kindes Herz und Lippe beten
So oft der frohe Tag sich naht,
An dem des Erdenlebens Pfad
Ein guter Vater einst betreten.

Drum nahe betend ich auch heute
Zu Gott. Es trägt mir himmelwärts
Der Andacht Flug den Blick, das Herz,
Das immer dieses Tags sich freute.

"O hör', Allgüt'ger, meine Lieder!
"Vernimm den frommen Lobgesang!
"Des teuren Vaters Lebensgang
"Beschirmtest Du, sah'st auf ihn nieder.

"Viel hast Du ihm, mehr mir beschieden,
"Der Du ihn mir zum Vater gabst,
"Und aus dem süßen Quell mich labst,
"Ihm dankbar heut mein Herz zu bieten.

"Laß oft den Tag sich ihm erneuen
"Und bei der Jahre raschem Lauf
"Blüh' immer mehr das Glück ihm auf,
"Deß Blumen gute Kinder freuen!"

So bet' ich heut. Gott wird's erhören,
Was an des Wiegenfestes Tag
Mein Herz von ihm erbat. O mag
Dein Lebensglück kein Unfall stören!

Die Festtage des Lebens, 1856


Ein Sohn an den Vater

O glaube, was heute mein Herz durchbebt
Dem flüchtigen Kiel zu vertrauen, -
Und was meine Brust zum Himmel erhebt,
Um den ewigen Urquell zu schauen,
Die Sprache ist schwach - doch ich walle empor
Und meine Gefühle bilden ein Chor!

Zuerst, da nenn' ich der Seele Schmerz,
Das ist ein inniges Sehnen -
Mein Auge wendet sich himmelwärts
Und findet nur Hülfe in Tränen;
Ich fühle mich doppelt verlassen, allein,
Das ist unserer Trennung bedrückende Pein.

Doch dem Schmerze bietet die Hoffnung die Hand,
Auch mir will sie heilen die Wunde,
Und durch der Lieb' unauflösbares Band
Sind vereint wir zu ewigem Bunde!
Schaut in die Zukunft - o seelige Lust
Bald lieg' ich an Eurer liebenden Brust.

Und mit der Hoffnung vereint sich der Dank,
(Sieh! faltend erheb ich die Hände)
Vereint sich ein Jubel- und Lobgesang,
Den ich dem Ewigen spende;
Daß gütig auf Dich er herunterblickt,
Und durch seinen Segen uns Alle beglückt.

Und der Dank, er steigt zum Gebet für Dich,
Du Vater im Himmel, o höre!
Ach segne und schütze ihn ewiglich,
Den in treuer Liebe ich ehre.
Erhebe, erleucht' ihn mit Deinem Licht
Und versag' ihm den ewigen Frieden nicht!

Die Festtage des Lebens, 1856


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