Geburtagsgedichte an Verwandte


geburtstag verwandte Geburtstagsvers geburtstag verse


Gelegenheitsgedichte und Vorträge zum Geburtstag an Verwandte


Am Geburtstag des künftigen Schwiegervaters

Gottes Engel stimmen Freudelieder
Mit dem Erdbewohner jubelnd an,
Kehrt zurück der schöne Festtag wieder.
Der erschaffen einen Biedermann;
Und die Liebe windet Blumenkränze
Treuen Herzens nun und schlinget sie
Um die Stirn' des Edlen, dass sie glänze
Freudenvoll nach mancher Sorg' und Müh'.

Solch ein Festtag tritt vor unsre Blicke
Mit dem heut'gen Tag', der Sie gebar,
Der, durch Freuden und durch Missgeschicke,
Ihnen folgte schon so manches Jahr.
Freudig werde er von mir begrüßet
Dieser Tag in junger Frühlingspracht,
Der nun alles Schöne in sich schließet,
Was mich hier auf immer glücklich macht.

Denn durch ihn empfing auch die das Leben,
Der mein Herz sich ganz vertrauet hat,
Die mit mir nun bald, in Lieb' ergeben,
Wandeln wird der Zukunft dunkeln Pfad
Nur durch Ihre weisen Vaterlehren
Ward der Tochter Herz so engelrein;
Ewig werd' ich Sie dafür verehren
Und voll Liebe Ihnen dankbar sein.

Oft noch möge glücklich wiederkehren
Dieser Tag, der Sie geboren hat,
Möge Ihnen jedes Glück gewähren,
Blumen streuen auf den Pilgerpfad.
Will ein Schicksal aber einst vernichten,
Was Sie auferbauet, stolz und schön,
O dann sei's die erste meiner Pflichten,
Ihrem Dienste hilfreich dazustehn.

Doch der Himmel werde nimmer trübe,
Der umwölbet Ihres Lebens Lust;
Und aus Ihrer treuen Gattin Liebe
Keime immer Trost für Ihre Brust.
So von Liebe zärtlich rings umgeben
Und gestärkt durch Mut und heitern Sinn
Wandeln Sie durch dieses Pilgerleben
Bis zur Urstätt' Ihrer Väter hin.

Alles, was ich noch zu danken habe
Ihrer edlen, liebevollen Huld,
Will ich mir bis zu dem fernen Grabe
Anerkennen als die größte Schuld!
Ihrem Wirken schenke Gott Gedeihen;
Möge Sie in dem Familienkreis
In der spät'sten Zukunft noch erfreuen
Mit des Glückes segenreichstem Preis.

Poetischer Bibliothekar, 1845


Am Geburtstag der künftigen Schwiegermutter

Der schöne Tag, an dem die Erdensonne
Zum ersten mal vor Ihre Blicke trat,
Begrüßet heute, mir zur höchsten Wonne,
Sie wieder traut auf Ihrem Lebenspfad.
Er kehre wieder noch nach vielen Jahren
Und bringe Ihnen, was Ihr Herz begehrt;
Er finde sie befreiet von Gefahren
Und jedem Schmerz, so oft er wiederkehrt.
Wer könnte auch wohl inniger erflehen,
Von Kummer frei, von Leiden ungestört
Sie lange noch auf dieser Welt zu sehen,
Als ich, der Sie als zweite Mutter ehrt?
Alls Ihrer Hand hab' ich das Glück empfangen.
Das schimmernd mir der Morgentraum gezeigt!
Erfüllet ist mein sehnlichstes Verlangen,
Das schönste Ziel hab' ich durch Sie erreicht!
In Ihrer edlen Tochter Gegenliebe
Fand ich das Glück, das höchste dieser Welt:
Da dieses Glück uns hier, durch zarte Triebe,
Mit Himmelskränzen schon umschlungen hält.
Des Schöpfers Ruf erschuf zu Freud' und Schmerzen
Die Gute, die ich liebend nenne mein;
Doch Muttertugend schuf dem Tochterherzen
Die hehre Tilgend, diesen Edelstein.
O dafür möge freundlich Gott belohnen
Sie lange noch in diesem Pilgertal;
Es möge immer Krankheit Sie verschonen,
Umleuchten stets der hellste Freudenstrahl.
Der höchste Wunsch, den ich im Herzen trage,
In dieser: immer glücklich Sie zu seh'n,
Und Ihnen, bis zum letzten Lebenstage.
Mit Trost und Hilfe freundlich beizusteh'n.
Und wo sich Dornen auf dem Wege zeigen,
Der Sie durch dieses Land der Prüfung führt,
O kann ich da mich schnell als Helfer zeigen,
Dann hab' ich meine schönste Pflicht vollführt!

Was Sie nur wünschen, glänze nie vergebens
Vor Ihrem Blick im lichten Hoffnungsstern!
Die Scheidegrenze Ihres Erdenlebens,
Die stelle Gott in eine weite Fern'!

Poetischer Bibliothekar, 1845


Am Geburtstag der Tante und Pflegemutter

Ich grüße heute hocherfreut
Den Tag, der Sie geboren,
Und wünsche, dass noch lange Zeit
Er sich, wie heute, uns erneu't,
Der höchsten Lust erkoren.

Als gute Tante zeigten Sie
Mir treu den Weg zur Tugend,
Und wiesen auf der Erdenbahn
Mir stets die rechte Straße an.
Als Leitstern meiner Jugend.
Dafür will ich voll Dankbarkeit
Durch meine ganze Lebenszeit
Mich gegen Sie beweisen.
Sie schätzen, lieben, preisen!

Poetischer Bibliothekar, 1845


Die kleine Nichte an ihren Onkel

(Bei Überreichung einer von ihr selbst gestrickten Schlafmütze)

Du hattest an mir Deine Freude,
Als ich noch klein und hilflos war;
Nun sieh doch, guter Oheim! heute
Bring' ich Dir schon mein Wünschchen dar.

Zum Dank für Deine sanfte Liebe
Hab' ich, die kleine Ungeschickt,
Geleitet von dem reinsten Triebe,
Ein Mützchen, Oheim! Dir gestrickt.

O könnt' ein Lächeln ich gewinnen
Dadurch, wie fröhlich wollt' ich sein! -
Dir möge Freude nie entrinnen,
Gesundheit immer Dich erfreu'n,

Damit ich noch recht viele Jahre
Von Dir werd' inniglich geliebt.
O, dass mir das Dein Herz bewahre,
Was es mir jetzt so reichlich gibt.

Poetischer Bibliothekar, 1845


geburtstag verwandte Geburtstagsvers geburtstag verse