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Mit einem Geranienstock
Als aus der Liebe heiligem Blut
Die duftenden Rosen erblühten;
Und als ein einziges himmlisches Gut
Auf der Mädchen Wangen erglühten,
In des Frühlings Kranze nur blühten:
Da seufzt' mit der edlen Frauenschar
Der Sommer und der Herbst, dies traute Brüderpaar,
Das zwar an Früchten reich, doch arm an Rosen war.
Die Liebe nahm kaum ihre Seufzer wahr,
Da haucht' sie mit der Kraft der Götter
Der Rose Duft in diese grünen Blätter,
Und sprach: Die Rosen, die auf Dornen blüh'n,
Verschönern kurze Zeit den Frühling und die Jugend;
Der Rose Duft in diesem sanften Grün,
Der dauert immer, immerhin,
Und lohnet die geprüfte Tugend!
So sprach die Lieb', und was sie dort geweiht
Mit ihrem sanften Hauch, es beut
Die Freundin heute Dir zum Angebinde
Und wünscht, daß es ein freundlich Lächeln finde.
Sammlung von
Gelegenheitsgedichten, 1852
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