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Einer Freundin
(bei Überreichung von Blumen durch ein Kind)
Der Freude reinster Strahl verklärt heut
Das Auge Deiner Lieben, dankerfüllt
Schau'n sie empor zum Vater, welcher einst
An diesem Tage Dich in's Leben rief.
Nicht sie allein - nein, Deine Freunde auch
Ob nah, ob fern, begrüßen diesen Tag
Mit Freude und mit Wünschen für Dein Glück.
Ja, glücklich sollst Du sein, wie nur hienieden
Ein edles Herz zu werden es vermag!
Nie trübe Schmerz und Sorge Deinen Blick,
Er strahle hell in Freude und Gesundheit.
Du, deren Herz so warm, so innig sich
An Blumen und an Blüten stets erfreute -
Zürnst Du, wenn eine zarte Kindeshand
Ein Sträuschen Dir an diesem Tage bietet?
Selbst eine Blüte noch, rein und unschuldig,
Reicht sie mit einem Blick der Liebe Dir
Die kleine Gabe - nimm sie gütig hin;
Und wenn die zarten Kinder der Natur
Ach, nur zu bald verwelken - denke dann,
Daß unsre Liebe nicht mit ihnen welkte!
Die Festtage des
Lebens, 1856
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