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An eine Freundin mit Blumen
Die milde Luft und der Sonnenschein,
Die trieben mich heute in den Garten hinein,
Da sah ich rings um mich her so schön
Auf allen Beeten die Blümlein stehn,
Die hoben die Kelche empor in die Luft,
Sie würzend mit ihrem süßen Duft.
Da tratst bei der Blumen reicher Zier
Du plötzlich vor die Seele mir,
Du, welche heut mit heiterm Blick
Ein Fest begeht, so reich an Glück;
Denn die Blumen, so freundlich und so mild,
Sind ja Dein treues Ebenbild;
Da bückt' ich mich und pflückte sie,
Und biete sie Dir in der Früh.
Nimm hin den Strauß, der bittend spricht:
Verschmähe die kleine Gabe nicht!
Die Festtage des
Lebens, 1856
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