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Einem jungen Mädchen zum Geburtstage
Weißt Du, worin sich alles Schöne eint,
Das uns die Erde und der Himmel bieten,
Das herrlicher dem trunk'nen Blick erscheint,
Als selbst der Lenz mit Millionen Blüten?
In einer reinen Jungfrau. Sanft und mild
Ist sie der ew'gen Gottheit treustes Bild.
Weißt Du, wer trotz dem wechselvollen Spiel
Des Lebens sich das schönste Glück begründet?
In dessen Brust mit glühendem Gefühl
Für's Edle sich ein heitrer Sinn verbindet,
Wer treu in sich des Frohsinn's Blüte pflegt
Und doch mit Ernst den Ernst des Lebens trägt!
Dein Bild warf ich in diesen Zügen hin,
Dein eigen Bild, leicht wirst Du es erkennen,
Dir ward Gefühl, Dir ward ein heitrer Sinn,
Drum kannst Du hochbeglückt Dein Leben nennen.
Wenn nie ein Schmerz den schönen Zauber stört
Ward Deines Freundes treuer Wunsch erhört.
Die Festtage des
Lebens, 1856
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